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Verbrennen strohiger Abfälle

Pflanzliche Abfälle verbrennen

Verbrennungsabgase belasten die Umwelt, dabei gibt es doch so viele Alternativen - Eigenkompostierung, Biotonne, Grüngutabfuhr und Kompostierungsanlagen sind nur einige davon.

Daher der Appell an Sie: Bitte nutzen Sie vorrangig diese Angebote und unterlassen bzw. beschränken eine Verbrennung auf das unvermeidbare Mindestmaß. Danke.

Landwirtschaft

Nach der Pflanzenabfallverordnung dürfen Sie strohige Abfälle aus der Landwirtschaft nur verbrennen,

  • wenn ihre Einarbeitung objektiv nicht möglich ist oder
  • wenn sie im Boden nicht genügend verrotten können und dieser dadurch nachteilig verändert würde 
und wenn die beabsichtigte Verbrennung mindestens 7 Tage vorher bei der Gemeinde angezeigt und nicht untersagt wird.

Die Einarbeitung scheidet insbesondere dann aus, wenn sie wegen der Härte des Bodens arbeitstechnisch nicht möglich ist. Auch wenn die Abfälle im Boden nicht verrotten können und der Boden aufgrund der Ansammlung unverrotteter organischer Substanz geschädigt würde, sollten Sie auf eine Einarbeitung verzichten.

Ein Grund für die unmögliche Einarbeitung könnte mangelnder Maschinenbesatz sein. Dies kann nur geltend gemacht werden, wenn überbetrieblicher Maschineneinsatz (z.B. Maschinenring) tatsächlich nicht möglich ist.

Arbeits- oder Kostenersparnis als Gründe lassen keine Ausnahmen vom grundsätzlichen Verbrennungsverbot zu.

Liegen die aufgezählten Voraussetzungen vor, ist die beabsichtigte Verbrennung rechtzeitig, mindestens jedoch 7 Tage vorher, bei der Gemeinde anzuzeigen. Sofern das von der Gemeinde informierte Landratsamt keine Untersagungsverfügung erteilt, dürfen die strohigen Abfälle unter Auflagen verbrannt werden - und zwar ab dem 7. Tag nach Abgabe der Anzeige.

Bitte beachten Sie

Dies gilt nicht für die Verbrennung von Altstroh, beispielsweise aufgrund von Scheunenräumungen. Eine Verbrennung dieser Abfälle ist generell verboten.

Entfällt eine landwirtschaftliche Verwertung des Altstrohs, entsorgen Sie die bitte ordnungsgemäß über die Kompostierungsanlagen im Landkreis oder über die MVA Ingolstadt.


Kartoffelkraut, krautige Abfälle aus der Landwirtschaft und holzige Abfälle aus dem Obst- und Weingartenbau

dürfen verbrannt werden, soweit sie im Zusammenhang mit der üblichen Bewirtschaftung der jeweiligen Fläche anfallen.

Bitte beachten Sie die erforderlichen Abstände zum Wohle der Allgemeinheit:

  • 300 Meter zu Krankenhäusern, Heimen und vergleichbaren Einrichtungen
  • 300 Meter zu Gebäuden, deren Wände oder Dächer aus brennbaren Baustoffen bestehen oder in denen leicht entflammbare feste Stoffe, brennbare Flüssigkeiten oder brennbare Gase hergestellt, gelagert oder bearbeitet werden
  • 100 Meter zu sonstigen Gebäuden
  • 100 Meter zu Zeltplätzen, anderen Erholungseinrichtungen und Parkplätzen
  • 100 Meter zu Waldrändern (Ausnahmegenehmigungen nach Art. 17 des Bayerischen Waldgesetzes – BayWaldG - sind beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten – Fachbereich Forsten – zu beantragen)
  • 25 Meter zu Feldgehölzen, Hecken und anderen brandgefährdeten Gegenständen
  • 10 Meter zu öffentlichen Feldwegen, beschränkt-öffentlichen Wegen und Eigentümerwegen sowie Privatwegen, die von der Öffentlichkeit benutzt werden
  • Bei Unterschreitung der geregelten Abstände ist eine Genehmigung der Gemeinde einzuholen (§ 25 VVB).

Zudem gelten einige Regeln für das Verbrennen:

  • Das Verbrennen pflanzlicher Abfälle ist nur außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile und nur an Werktagen von 8 Uhr bis 18 Uhr erlaubt.
  • Gefahren, Nachteile oder erhebliche Belästigungen durch die Rauchentwicklung sowie ein Übergreifen des Feuers über die Verbrennungsfläche hinaus sind zu verhindern.
  • Das Feuer ist von zwei mit geeignetem Gerät ausgestatteten, leistungs- und reaktionsfähigen Personen über 16 Jahre ständig zu überwachen.
  • Bei starkem Wind darf kein Feuer entzündet werden, brennende Feuer sind unverzüglich zu löschen.
  • Um die Brandfläche sind Bearbeitungsstreifen von 3 Metern Breite zu ziehen, die von pflanzlichen Abfällen freizumachen sind.
  • Zum Schutz der Bodendecke und der Tier- und Pflanzenwelt ist sicherzustellen, dass größere Flächen nicht gleichzeitig in Brand gesetzt werden und dass das Feuer auf die Bodendecke möglichst kurz und ohne stärkere Verbrennungen einwirkt.
  • Bitte stellen Sie sicher, dass die Glut beim Verlassen der Feuerstelle, spätestens jedoch bei Einbruch der Dunkelheit, erloschen ist.
  • Die Verbrennungsrückstände sind möglichst bald in den Boden einzuarbeiten.

Gemäß § 39 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 des Bundesnaturschutzgesetzes - BNatSchG - ist es ganzjährig verboten, die Bodendecke auf Wiesen, Feldrainen, Hochrainen und ungenutzten Grundflächen sowie an Hecken und Hängen abzubrennen. Gesetzlich geschützte Biotope (§ 30 BNatSchG) dürfen ebenfalls nicht beeinträchtigt werden. Hieraus folgt, dass das Verbrennen nur auf intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen – also Äckern - erlaubt ist. Verstöße gegen naturschutzrechtliche Vorschriften sind mit bis zu 50.000,- Euro bußgeldbewehrt.

 

Erwerbsgartenbau

Pflanzliche Abfälle dürfen entsprechend den Abfällen aus der Landwirtschaft verbrannt werden. Hierbei sind die gleichen Regelungen zu beachten.

Sonstige Gärten (kein Erwerbsgartenbau)

Pflanzliche Abfälle, insbesondere Laub, Gras und Moos, aus sonstigen Gärten dürfen grundsätzlich nicht innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile verbrannt werden. Ausnahmen sind möglich, soweit die betreffende Gemeinde die Verbrennung durch Verordnung zu bestimmten Zeiten zugelassen hat. Pflanzliche Gartenabfälle dürfen nur auf dem Anfallgrundstück, das außerhalb geschlossener Ortschaften liegen muss, verbrannt werden.

Folgende Punkte sind beim Verbrennen außerhalb von im Zusammenhang bebauten Ortsteilen zu beachten:

  • Nur auf dem Grundstück, auf dem sie angefallen sind.
  • Das Verbrennen ist nur an Werktagen von 8 Uhr bis 18 Uhr zulässig.
  • Gefahren, Nachteile oder erhebliche Belästigungen durch Rauchentwicklung sowie ein Übergreifen des Feuers über die Verbrennungsfläche hinaus, sind zu verhindern.
  • Bei starkem Wind darf kein Feuer entzündet werden; brennende Feuer sind unverzüglich zu löschen.
  • Brandverstärker oder Brandbeschleuniger wie z. B. Heizöl, Diesel o.ä. dürfen nicht eingesetzt werden.
  • Es ist sicherzustellen, dass die Glut beim Verlassen der Feuerstelle, spätestens jedoch bei Einbruch der Dunkelheit erloschen ist.
  • In jedem Fall sollte die örtliche Feuerwehr und die Gemeindeverwaltung vorher informiert werden.

Naturschutzrechtliche Vorschriften gelten analog zu „Landwirtschaft“ (siehe oben).

 

Forst- und Almwirtschaft

Es gelten die Regeln analog zum Verbrennen pflanzlicher Abfälle aus der Landwirtschaft. Und zusätzlich:

  • Pflanzliche Abfälle, die beim Forstbetrieb anfallen, dürfen bereits ab 6.00 Uhr verbrannt werden, wenn Belästigungen durch Rauchentwicklung im Bereich bewohnter Grundstücke nicht zu erwarten sind.
  • Um die Feuerstelle muss ein ausreichend breiter Schutzstreifen vorhanden sein.
  • Gemäß Art. 17 BayWaldG besteht grundsätzlich eine Erlaubnispflicht für offene Feuerstätten und für unverwahrtes Feuer im Wald oder weniger als 100 m davon entfernt. Diese Erlaubnispflicht gilt nicht 
    • für den Waldbesitzer und die in seinem Wald Beschäftigten,
    • für die zur Jagdausübung Berechtigten
    • und für die Holznutzungsberechtigten bei der Ausübung ihres Rechts.

Darüber hinausgehende gesetzliche Regelungen bleiben unberührt.

 

Für Sie zuständig

AnsprechpartnerTelefonTelefaxZimmerE-Mail
Birgit Kreutzer
Sachbearbeiterin
08427/9911-2708427/9911-200.2 EG (Mo,Di, Do 08:00-12:00 Uhr)birgit.kreutzer@wellheim.de

Anschrift

Markt Wellheim

Marktplatz 2
91809 Wellheim
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Telefon: 08427/9911-0
Fax: 08427/991120

Öffnungszeiten

Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr,
Mittwoch von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr